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Softair Review: [NBB] KJW MK1 Carbine


[NBB] KJW MK1 Carbine
eingetragen am 09.06.2005 um 12:04 Uhr, erstellt von Clastyclay

Hersteller: KJW
Modell: MK1 Carbine

Bewertung des Reviews durch andere User: 2.87  
Betrachtungen: 6766

Kuan Ju Mk1 Carbine Review
by Clastyclay



Hersteller: Kuan Ju Works (KJW)
Kaliber: 6mm BB
System: Gas non-blowback (NBB)
Magazinkap.: 17 BBs
Länge: 850mm
Lauflänge: 390mm
Gewicht: 1200g(mit Magazin)
Fps-Werte: 450-480fps(Greengas), 600fps(Redgas)
Material: ABS, Metall
Hop-Up: Einstellbar
Preis: 159€

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Die MK1 in voller Pracht


Kaufgrund

Weil ich nie ein Fan von AEG’s war und immer schon einen präzisen Markierer wollte, war die Marushin M1 Carbine Maxi 8mm sofort meine erste Wahl. Diese war jedoch relativ teuer und ich ließ den Gedanken erst mal fallen.
Dann wurde ich auf die MK1 von Leidolf aufmerksam, die mir anfangs vom Aussehen her gar nicht gefiel. Die Leistung und Legalität sowie der Preis überzeugten mich trotz alledem.
Also bestellt und es wurde schnell geliefert.


Erster Kontakt

http://www.softairforum.de/images/reviews/bild2.JPG


Sie wird in einem schmal-länglichen Karton geliefert. Da das Paket nur mit dünnen Paketpapier umhüllt war, hatte es zur Folge, dass die Front ein wenig gedellt ist.
Auf dem Cover die MK1 und Schriften in rot, der Hintergrund schwarz.
Aufgemacht. Da liegt sie nun vor mir. Recht kurz und leicht. Und das Magazin steckte schon im Markierer. Komisch. Das lässt den Schluss zu, dass Leidolf die Mk1 auf Defekte(Dichtheit des Magazins, Schussfähigkeit) testet.
Rausgenommen und angelegt. Trotz der kurzen Schulterstütze und dem eng montiertem Handgrip ist das Handling sehr gut.
Zudem fiel mir auf, dass sämtliche Manuals fehlen.
Da ich bei Details sehr penibel bin, fiel mir sofort der glänzende Klebefleck auf dem Lauf ins Auge. Dieser ließ sich leider nicht entfernen(außer durch mögliches abschmirgeln).
Gleich Email an Leidolf mit Bildern und, nach längerem hin und her, schickte ich sie zurück und bekam eine neue MK1.


Verarbeitung

Es fiel mir sofort auf, aus was für stabilem ABS sie gefertigt ist. Viele Metallteile außen und eine robuste Schulterstütze.
Außerdem dem Bolt wackelt nichts.

Metallteile:

Schlitten
Lauf(sowie der rote Aufsatz)
Kimme
Sicherungshebel
Abzug
Mount
Magazin

Am Lauf gibt es auszusetzen, dass sie sehr kratzanfällig ist(ähnlich wie bei der M24). Leichte Kratzer lassen sich jedoch leicht „entfernen“.
Die Sicherung, die sich über der linken Griffschale befindet, ist zwar ein wenig fummelig, da sehr klein, funktioniert jedoch tadellos.


Markings

Die MK1 kommt außer dem F-Stempel ohne jegliche Markings, was ich als sehr positiv einstufe, da man ihr die Verwandtschaft mit der Ruger nur noch kaum ansieht.

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Das einzige(und wichtigste ;) ) Marking


Demontage

Da nach zwei Tagen ein BB im Hop-Up stecken blieb, musste ich wohl oder übel die MK1 demontieren. Dies ging erstaunlich gut. Es hat richtig spaß gemacht ;) . Wenn man einmal die Mk1 auseinander genommen hat, geht die Demontage innerhalb von knapp 30sek.(mit entferntem Handschutz und Griffschalen).
Sobald die Griffschalen(+Schulterstütze) und der Handschutz entfernt ist, zieht man am Griffstück einen Hebel nach unten. Nun kann man den Hebel entfernen und der Schlitten ist entsichert.
Nun kann man den Bolt der MK1 rausziehen und das Griffstück lässt sich vom Schlitten trennen.

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Der Hop-up-/Imbusschlüssel

Den Lauf kann man abschrauben, nachdem eine kleine Schraube Inbus-/Hop-upschlüssel mit Hilfe des mitgelieferten Inbusschlüssel/Hop-up-key gelöst ist.
Der rote Aufsatz ist zum ersten Mal sehr schwer zu lösen. Ich habe Stunden(^^) gebraucht. Wenn es jedoch einmal gelöst ist, geht’s ganz leicht. Ohne diesen Aufsatz schwebt jedoch der Innerbarrel frei im Outer. Ein SD-Adapter muss gekauft werden.

http://www.softairforum.de/images/reviews/bild5.jpg

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Die MK1 zerlegt


Performance

Erst mal Gas und BB’s gekrallt. Beim Gasbefüllen entweicht so gut wie kein Gas. Das zeigt wieder einmal die qualitative Hochwertigkeit der MK1.
BB’s ins Magazin geladen, angelegt und abgedrückt. Nichts passiert. Sehr merkwürdig.
Ein paar Zeilen mit Augustus getauscht und ein Anruf bei Leidolf brachte Klarheit. Das letzte BB im Magazin war nicht in der Mitte platziert. Somit konnte es nicht weiter geleitet werden.
Gefixt, Magazin rein und abgedrückt.„Boom“. Das ist ein Sound. Recht laut. Trotzdem nicht lauterer als bei meiner KSC Beretta M93r.
Ein Schalldämpfer sollte hergestellt werden [klick hier] //LINK!!
Der Abzug muss sehr weit durchgedrückt werden.(Das ist aber nicht schlimm. Bringt eher noch zusätzliche Sicherheit).
Der befürchtete „cool-down“(Vereisung des Magazins) blieb aus.
Ich konnte sie leider bis jetzt nur zuhause austesten. Aus dem Fenster erreichte ich nach Augenmaß knapp 40 Meter und traf ein kleineres Dachfenster(ca. 1*0,5m)(bei justiertem Hop-Up).
Sobald ich einen Chrono organisiert habe, kommen die korrekten fps-Werte.
Mit Greengas erreicht man gute 480fps. 134a empfehle ich nur, wenn das Gelände sehr klein ausfällt. Der Einsatz von Redgas ist möglich, lässt sie aber zu einem fps-Monster ansteigen, wo fast schon eine Tanaka Mauser oder M700 alt aussehen.
Eine Füllung reicht knapp für 1 ½ Magazine.


Hop-Up-Justierung

Das Hop-Up ist auf BB’s der Gewichtsklasse 0,2g eingestellt. Zu empfehlen ist jedoch mindestens 0,23g zu benutzen, damit die Flugbahn konstant bleibt.
Es lässt sich ganz einfach durch ein kleines Loch an der Mountbase mit Hilfe eines Inbusschlüssels(der zudem als Schraubenzieher für den Außenlauf dient) justiert.
Sogar mit montiertem Zielfernrohr ist dies möglich.

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Das Hop-Up im Innerbarrel

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Das Justierloch des Hop-Up’s


Pflege

Da es sich um eine non-Blowback(nbb) handelt, hält sich die Pflege in Grenzen.
Einzig die Dichtung des Magazins sollte manchmal leicht geölt werden, damit sie nicht brüchig wird.
Ansonsten benötigen bewegliche Teile, wie Sicherung, Abzug und einzelne Teile im Innern ein wenig pflege.


Zubehör

Um das Zielen zu erleichtern, bietet sich an, auf die 11mm Prismaschiene eine Rotpunktvisierung oder ein Zielfernrohr zu montieren. Diese können, ohne die Kimme entfernen zu müssen, montiert werden. Ich habe momentan ein Hubertus 4x20 Zielfernrohr montiert. Dieses reicht fürs erste. Ich empfehle jedoch ein 4x40(z.B. Tasco).
Ein Zweibein ist nur zu montieren, wenn man entsprechende Löcher in den Handschutz bohrt oder eine Laufklemme(Universal-Adapter) montiert. Somit ließe sich zum Beispiel ein Harris-Zweibein montieren. Diese Montage sollte sich jedoch als ein wenig problematisch herausstellen. Als Alternative biete sich ein Universalzweibein an. Dieses wird einfach an den Lauf geklemmt.
Halterungen für ein Trageriemen ist leider nicht gegeben. Sollte man jedoch den Universaladapter montiert haben, sollte ein Trageriemen montierbar sein.


Upgrades/Tunings

Da sieht es in deutschen Landen rar aus. Auch im nahen Ausland bekommt man einzig verstärkte Federn und Magazin.
Jedoch habe ich in Hongkong einen Versand entdeckt, in dem es ein duzend Zubehörteile, wie Holz-Griffschalen/Schulterstütze/Handschutz, Schalldämpfer-Adapter sowie Schalldämpfer, zusätzliche Mountbase und eine Menge springguides.
Außer dem SD-Adapter sowie Schalldämpfer sollte alles bestellbar sein.
Ein Tuning würde sich sowieso nicht lohnen, weil man somit über viele Limits hinweg geht.
Einzig mit Redgas kann man die Leistung auf knapp 600fps steigern.



Fazit

Leistung und Verarbeitung stimmen bis auf den leicht kratzanfälligem Lauf bis zu letzt.
Wenn man sich mit dem Design angefreundet hat und einen wirklich starken Markierer sucht, liegt mit der KJW MK1 carbine goldrichtig.


Verarbeitung: 2+
Abzug wegen kratzfreudigem Barrels
Leistung: 1
Stärkste legale ASG, trotz Semifunktion
Upgrades: 3-
Nicht genügend, leicht verfügbare Inter/Outernales
Preis/Leistung: 1
Preis gemessen an der Leistung, unschlagbar

Gesamt: 1-
 

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