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Softair Review: [AEG] CA M15a4


[AEG] CA M15a4
eingetragen am 06.06.2005 um 20:16 Uhr, erstellt von Fanatic

Hersteller: Classic Army
Modell: M15A4 Carbine

Bewertung des Reviews durch andere User: 3.67   
Betrachtungen: 11471

Classic Army M15a4 Tactical Carbine

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Allgemeines
Die "M15-Reihe" ist die vierte Generation der Classic Army AEGs. Der Hersteller aus Honk-Kong unter der Leitung von Yick Fung hat viel aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und diese auch ausgebessert. Ich selber habe keine Erfahrungen mit den alten Classic Army Modellen gemacht, aber was man unter anderem bei ArniesAirsoft.co.uk liest, macht einem schon klar, dass man eine der älteren AEGs lieber nicht besitzen will, auch wenn diese zu Anfang noch die orginalen Colt Markings hatten, soll die Verarbeitung miserabel gewesen sein und die Leistung ebenfalls unter aller Sau. Ein Zitat das ich der o.g. Seite entnommen habe gefiel mir besonders:
Zitat:
To say that the v4 rifle is an upgrade is really complete rot, the v4 is miles ahead from the previous versions, it\'s like saying that humans are an \'upgrade\' from monkeys, there\'s really just such a huge gap between them, sure they look similar, but they don\'t act or perform in the same way. The effort placed into the v4\'s production positively shines.


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Ersteindruck
Das M15 erhielt ich durch einen Tausch gegen meine ICS Mp5 samt Zubehör. Auf den Bildern ist bereits ein LE Stock zu sehen, aber ich schreibe über den Zustand, als der Feststock noch dran war. Als ich das 102 cm lange Paket geöffnet hatte, war ich begeistert. Ersteindruck - Sehr gut! Nicht meine erste Begegnung mit einem M15, aber meine intensivste. Endlich besitze ich selber eins. Das Metall und überhaupt die ganze Waffe fühlt sich sehr gut und realitisch an, das Gewicht der Waffe trägt zum Gesamteindruck bei. Fast "wie eine echte". Dagegen fühlte sich mein TM M4 wie ein Haufen Plastik an. Ich bin schon der dritte Besitzer dieser AEG, sie hat fast ein halbes Jahr auf dem Buckel aber läuft wie neu, hat aber deutliche Gebrauchsspuren, die es meiner Meinung nach schöner macht. Mir gefallen diese jungfräulichen, noch matten Neumodelle nicht so gut.

Markings
Classic Army besitzt die Lizens von Armalite und darf deren Markings auf die Waffe drucken. Colt Markings wären zwar meiner Meinung nach schöner, aber da dies aus Lizensgründen nicht möglich ist, muss man entweder auf teure Metal Bodies zurückgreifen oder sich mit einem TM Plastikbody begnügen, wem das so wichtig ist.
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Lieferumfang
Im Karton befindet sich neben einer Anleitung und einem Classic Army Hochglanzprospekt das M15, ein Reinigungsstab, 1 Highcap und ein Adjustment Tool für das Korn.

Verarbeitung
Die Waffe ist so gut wie komplett aus Metall. Alles was bei dem echten Vorbild aus dem Hause Armalite aus Metall ist, trifft auch hier zu. Was selbstverständlich aus Plastik ist, sind der Pistolengriff, der Stock und die Griffschalen. Bei dem verwendetem Metall handelt es sich um ein Zinkgemisch, dass sehr stabil wirkt. Die Lackierung des Bodies verkratzt schonmal gerne, aber eine Waffe soll auch nicht gehegt und gepflegt, sondern nach Kampf und Einsatz aussehen. ;-) Ich muss allerdings ganz klar bemangeln, dass man den Lack von CA so abknibbeln kann. Unter der glänzenden Lackschickt befindet sich nocheinmal eine mattere. Ich würde aber keinem empfehlen, den Lack künstlich abzulösen, da auch die Farbe aus den Markings verschwindet. Die Verarbeitung resümierend kann man den Ersteindruck nur noch einmal bestätigen; Mit annähernd 3½ Kilogramm inklusive Akku und der Vollmetallausführung meint man, "was echtes" in der Hand zu haben. Mein Classic Army hat nicht den überall bekannten "Aufklapp"-Body, auch Field Strip genannt, sondern die beiden Bodyhälften werden aufeinandergeschoben und -gesteckt, darauf verschraubt.
So etwas wie Barrel Wobble beim TM M4 tritt beim M15 nicht auf.

Magazin
Das mitgelieferte Highcap wackelt hin und her, wenn es im Magazinschacht steckt und bei einem Freund fällt es sogar nach 3 Schüssen heraus. Dem kann man mit ein wenig Tape Abhilfe schaffen oder einfach ein Highcap von Marui kaufen. Auch ein G&P Magazin hat weniger als 1mm Spiel in der Waffe und bombig.

Schusstest
Selber kann ich keine Chronographenwerte liefern, aber das Händler etwa 325 fps angeben, kommt der Sache wohl schon nah, da Combat Quarters in seinem Review zu seinem M15a4 (zu finden auf nlairsoft.com) ca. 330 fps gemessen hat. Tokyo Marui AEGs gehen meines Wissens nach von Werk aus nie über die 300 fps und werden überall mit etwa 285 fps angegeben. Ich habe vor einiger Zeit selber ein TM M4 besessen und da steckte ganz offensichtlich weniger Energie hinter. Laut Herstellerangaben verbaut Classic Army auch einen High-Torque Up Motor und "reinforced" Gearboxen, sowie "reinforced" Gears, was einfach nur meint, dass diese entsprechend verstärkt wurden. Diese Tatsache erfreut mich. Meine ICS MP5 hatte ebenfalls weitaus stabilere Gears, als z.B. die, wie sie Marui von Haus aus verbaut. Mehrere Personen bestätigten mir, dass das Marui Bevelgear meistens nichtmal eine Motorfehlstellung überlebt. Mein M15a4 wurde mit einem Metal Hop Up geliefert, es sind wohl viele verschiedene Modelle im Umlauf. So haben manche auch eine Plastik Hop Up Unit oder auch noch eine sogenannte Feeding Ramp im Magazinschacht. Die Rate of Fire vom M15 ist extrem hoch und die Ansprechzeit zwischen Abdrücken und Schuss sehr gering, das mitgelieferte Highcap ist in Sekunden leer. Da wir in Deutschland der Semibeschränkung unterliegen, muss man sich mit starken Einzelschüssen begnügen. Wer einmal im \'legalen\' Ausland ist, sollte unbedingt die ROF austesten. Das Hop Up Gummi soll laut anderen Besitzers eines M15 nach ca 20 000 Schuss abgenutzt oder \'durch\' sein. Man kann es einfach durch ein Gummi von Systema ersetzen, die Kosten belaufen sich auf ca. 5€. Abschließend ist noch zu sagen, dass das M15 sehr laut ist.

Akku
In den festen Stock passt nach Modifikation ein 9,6V 3300 mAh Akku, vorausgesetzt eben jenen kleinen Eingriff, indem man eine Strebe im Inneren entfernen und bei Gegebenheit noch etwas feilen muss. Mit einem derartigen Akku ist es verdammt schwer oder nahezu unmöglich einen Gearboxjam zu erhalten.

Sonstiges
Die Classic Army Modelle haben angeblich fortlaufende Seriennummern, angesichts der vielen verschiedenen Modelle und Auflagen ist dies aber sicherlich nichts besonderes (mehr).
Wie beim echten M4 kann man das Carrying Handle abnehmen, darunter befindet sich eine Weaverschiene, die es ermöglicht, andere Visierungen, Zielfernrohre oder Reddots anbringen, die richtige Montage vorausgesetzt.
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Der Cocking Handle und der Forward Assist haben keine Funktion, sind aber gefedert und können bedient werden. Das Hop Up entspricht von der Einstellung und dem Aufbau dem vom TM M4. Die Staubschutzklappe kann man herunterklappen, worunter man das Hop Up findet. Die Klappe hat einen Magneten auf der Innenseite und bleibt entwer am Dust Cover oder wenn runtergeklappt am Body \'pappen\'.
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Die Standardvisierung hinten entspricht auch dem Orginal. Es hat die beiden umklappbaren \'Kimmen\'. Einmal ein großes und einmal ein kleines Loch. Zudem lässt es sich in Höhe und seitlicher Lage verstellen.
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Probleme mit der AEG
Nach ca. 5 Monaten und gut 10-15 000 Schuss war der Piston hinüber. Das oberste Gear hat diesen nach und nach abgefräst. Beim Öffnen der Gearbox fielen einem gelbe Späne entgegen.
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Innereien
Was sehr gefällt ist die \'reinforced Gearbox\'. Man merkt augenscheinlich einen deutlichen Unterschied zu einer TM Standard Gearbox. (links CA, rechts TM). Die CA Gearbox ist auch wesentlich schwerer.
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Außerdem findet man Stahllaufbuchsen statt Plastik vor. Ebenfalls positiv zu bewerten sind die Gears, die sehr robust sind. Ob es nun Stahlgears sind, weiß ich nicht. Aber sie sind schwerer und widerstandsfähiger, als die Marui Gussgears.
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Die Feder ist meiner Meinung nach keine M100, wie überall behauptet wird. Links ist die Standardfeder von CA, rechts die von Haus aus verbaute Feder von Marui zu sehen.
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Die von CA verbaute Feder ist kürzer und ist auch nicht wirklich schwerer zusammenzudrücken. Bleibt also weiter ein Streitpunkt.

Zur Gearbox
Die verstärkte Gearbox lässt meiner und anderer Auffassungen nach ein Tuning von bis zu einer Federstärke von M120 ohne große Probleme über einen längeren Zeitraum zu. Nachdem es mir den Piston zerfrickelt hat, habe ich einen Deepfire Piston mit Titanzähnen zusammen mit einem kugelgelagertem Systema Alu Pistonhead, einen Guarder Springguide mit Kugellager und eine M110 verbaut. Zusätzlich habe ich den Innereien noch mehr Fett verpasst. Ich habe mittlerweile wieder annäherend 2000 Schuss durch und sie läuft im Prinzip wie vorher. Die ROF hat etwas abgenommen, was aber nicht verwunderlich ist. Durch den Alu Pistonhead ist sie ausserdem noch lauter geworden. Die Kugellager bewirken, das sich die Feder leichter spannen lässt, weil sie sich frei bewegen, bzw. drehen kann und somit entlastet wird.

Fazit
Ich finde das M15a4 Tactical Carbine ist eine tolle AEG, ich will sie nicht mehr missen. Der Waffentausch war Gold wert und wenn ich sie gekauft hätte, wäre sie jeden Cent wert gewesen. Es mag Leute geben, die an Vorurteilen oder eigenen Negativerfahrungen festhalten, meine Meinung steht aber fest; mir hats\' das M15 angetan. Prinzipiell hat jede AEG ihre Macken (oder Vor- bzw. Nachteile) und entweder man kann mit ihnen leben oder man findet eine passende Lösung oder tauscht gegebenfalls Schwachstellen aus.

Pro:
- schwer
- sehr realistsch anmutend
- großer Akku möglich
- von Werk aus sehr stark
- hohe ROF
- Unmengen an Zubehör erhältlich
- Vollmetallausführung


Contra:
- sehr lautes Schussgeräusch
- an M4, M16 & co Konsorten hat man sich satt gesehen
- Body verkratzt schnell
- Lackierung ist Mist
- CA Highcap wackelt stark
- Charging Handle hat keine "innovative Funktion" wie bei TM
 

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